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Hessen: Erste 3 Traumanetzwerke zertifiziert

Qualitätssprung in der Schwerverletztenversorgung:

Mit der Zertifizierung von drei Traumanetzwerken ist Hessen als erstes Bundesland zertifiziert

Am Mittwoch, den 14. April 2010 wurde Hessen mit der Zertifizierung der drei rein hessischen Traumanetzwerke als erstes Bundesland für die Schwerverletztenbehandlung zertifiziert. Die insgesamt 22 erfolgreich auditierten Krankenhäuser der regionalen Traumanetzwerke Mittel-, Ost- und Südhessen erhielten gemeinsam nach Vertragsunterzeichung ihre Urkunden. Hessen ist somit das erste Bundesland, das nahezu vollständig für eine landesweite optimale Behandlung von Schwerverletzten nach standardisierten Qualitätsmaßstäben, die in einem Weißbuch der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (www.dgu-traumanetzwerk.de) festgelegt sind, zertifiziert wurde. Lediglich die Region Kassel schließt sich noch das Traumanetzwerk im Süden Niedersachsens an.

Für die Betroffenen bedeutet dies nach schneller Rettung den Transport in eine optimal vorbereitete Klinik mit der erforderlichen Ausstattung. Hier erwartet den Patienten ein spezielles Team aus Ärzten verschiedener Fachabteilungen (Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie, ggf. Neurochirurgie), welche die Ersttherapie des verletzten Patienten übernimmt. Dies ist besonders wichtig, da oftmals in den ersten Stunden nach einem Unfall die Weichen für den weiteren Behandlungserfolg gestellt werden.

Während der Veranstaltung im Kurhaus in Wiesbaden wurden die Aspekte, Voraussetzungen und Anforderungeneines solchen Traumanetzwerkes unter den Chefärzten aller beteiligten Kliniken, den Notärzten und den Behörden detailliert abgesprochen. Prof. Wenda, Wiesbaden, zeigte dabei die lebensrettende Optimierung der integrierten Behandlung für den schwerverletzten Patienten auf; Prof. Ruchholtz, Marburg, stellte den Qualitätssprung in der Krankenhausversorgung nach Einführung des Weißbuches vor und Prof. Marzi, Frankfurt, stellte die enormen Anstrengungen der beteiligten Krankenhäuser in Hessen zur Teilnahme am Traumanetzwerk Hessen dar. Dr. Blau, Hofheim, wies anschließend auf die Bedeutung einer klaren Regelung für die Aufnahme von Schwerverletzten für den Rettungsdienst hin. Herr Metzner, Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, begrüßte die Qualitätsinitiative der Fachgesellschaft und wies auf deren Bedeutung für eine flächendeckende gesicherte Unfallversorgung und auf die Erwartungen der Landesregierung hin. Prof. Hoffmann, Frankfurt, zeigte die eingegangenen Verpflichtungen der beteiligten Krankenhäuser für die tägliche Realität auf.

Die Übergabe der Zertifikate erfolgte durch Frau Künzel, DIOcert, Mainz, mit dem Hinweis, dass durch die verpflichtende Teilnahme am Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie eine kontinuierliche Qualitätsdokumentation als Voraussetzung für eine Re-Zertifizierung erfolgen muss.

Für Rücksprachen und weitere Informationen:

Prof. Dr. H. Siebert
Generalsekretär der
Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
Geschäftsstelle im Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstr. 58/59
10117 Berlin

Tel.: +49(0)30-20215490
Fax: +49(0)30-20215491
URL: http://www.dgu-online.de

   

Prof. Dr. I. Marzi,
Bundeslandesmoderator des
Traumanetzwerk Hessen

 

Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- undWiederherstellungschirurgie
Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
D-60590 Frankfurt am Main

Tel. +49(0)69-63016123
Fax +49(0)69-63016439
E-Mail:

   

AKUT Geschäftsstelle
Kontakt: PDDr. Christian Kühne,
Catrin Süssmann

 

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH,
Standort Marburg
Baldingerstraße
D-35043Marburg

Tel.: +49(0)6421-5866183
E-Mail: suessman@med.uni-marburg.de

 

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